(c) Sonja Harter1.) Im Rahmen des Projekts „TextBild Mixx“ des steirischen herbsts wurde vor einigen Tagen mein Beitrag auf einer LED-Wand präsentiert… das ist er.

 

 

 

 

(c) christopher wool2.) Im Kunsthaus Graz läuft derzeit die Ausstellung „Warhol Wool Newman. Painting Real„. Hier wurden diverse Künstler und Kulturschaffende um persönliche Kommentare zu einzelnen Bildern gebeten, die jetzt auf dem Audio-Guide zu hören sind. 

Hier ist meine spontane Wortspende zu Christopher Wools „Untitled, 1990″.

AUDIO: Sonja Harter on \“RunDogRunDogRun\“

Die Liste mit allen Wortspenden gibt’s hier

herbstMeinen Beitrag gibt’s am 13. 10. in Niklasdorf

„In der Vielschichtigkeit des öffentlichen Raumes nimmt der Text eine besondere Stellung ein – und ist doch zugleich in all den dichten visuellen Überlagerungen oft kaum wahrnehmbar. Das Projekt „TextBild MMIX“ befreit ihn aus den unterschiedlichen Kontexten, isoliert ihn und verhilft ihm so zu eigener Wirkung: Als Leuchtschrift taucht ein Satz an nur einem Tag, in nur einem Ort der Steiermark auf – dann ist der Klein-Lkw, Vehikel des ungewohnten Textes, der synonym steht für das Fremdsein als gesellschaftlicher Störfaktor, wieder verschwunden. So schreiben steirische Künstler und Literaten ihren jeweiligen Text in die unterschiedlichen Ortsbilder ein und streben eine radikale Konzentration an. Ihr Gegenstand ist dabei strikt die Gegenwart, das Hier und Jetzt: MMIX steht als römische Ziffer für das Jahr 2009.“

Infos unter: http://www.steirischerherbst.at/2009/deutsch/kalender/kalender.php?eid=21

My own private Cinema

Sonja Harter präsentiert Candy

Ein Filmabend in der Reihe my own private cinema

  • 22.09.2009

Die Schriftstellerin Sonja Harter präsentiert den Film Candy (mit Heath Ledger), der auf dem gleichnamigen Roman des Australiers Luke Davies basiert: Ein sensibler Poet verliebt sich in zwei Sorten Candy – in eine junge Kunststudentin gleichen Namens und in Heroin. Angezogen vom Lebensstil des Bohemiens, begibt sich Candy in die Arme von Dan und auch in die Drogensucht – die Geschichte des Verfalls einer großen Liebe beginnt.

Über drei Kapitel – Himmel, Erde und Hölle – verfolgt der Film die Paarbeziehung, die zwischen Zuständen der Ekstase, Vergessenheit, Selbstzerstörung und Verzweiflung schwankt. Bis zum kleinsten Detail werden die Begleiterscheinungen der Sucht nachgezeichnet – vom Gebrauch der Injektionsnadel bis zur abenteuerlichen Jagd nach dem Stoff. Die Eltern der Junkies tolerieren die Umstände schweigend, während die beiden Junkies ihre Probleme leugnen und sich ihre eigene Lebenswelt schaffen.

Drama, Australien, 2006, Regie: Neil Armfield, ca. 105 min, Englisch mit deutschen Untertiteln
 

Sonja Harter
Geboren 1983 in Graz, lebt heute in Wien. Seit 2001 veröffentlicht sie in Literaturzeitschriften (u.a. Manuskripte, Lichtungen, kolik), Anthologien (u.a. Jahrbuch der Lyrik, S. Fischer; Lyrik von JETZT zwei, Berlin Verlag; Stimmenfang, Residenz) und im ORF Radio. 2005 erschien der Gedichtband barfuß richtung festland, 2008 folgte einstichspuren, himmel. (beide Leykam).
Preise und Stipendien: Literaturförderungspreis der Stadt Graz 2003, Literaturstipendium der Stadt Graz 2005, Frauen.Kunst.Preis 2006. Sonja Harter arbeitet als Kulturredakteurin bei der APA – Austria Presse Agentur.

my own private cinema
…ist eine außergewöhnliche Filmreihe: Regelmäßig lädt das Kunsthaus Graz eine Person mit Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit für das Medium Film ein, ihren persönlichen Lieblingsstreifen vorzustellen. Dem Publikum wird dabei aus jeweils ganz persönlicher Sicht die Wahrnehmung von Kino vermittelt. Dabei sollen unerwartete Verbindungen zwischen Gattungen, Themen, individuellen Interessen und Perspektiven entstehen. In Kooperation mit KIZ RoyalKino.

Eintritt frei!


Für alle, die gestern nicht beim Frequency waren, hier eine wunderbare Aufnahme aus Japan 2008  (alle gleichzeitig abzuspielen ist übrigens auch nicht schlecht…)

Es passiert (mir) nicht oft, dass ich ein Gedicht finde, von dem ich gar nicht fassen kann, es gefunden zu haben, und nicht weiß, ob ich jubeln oder heulen oder aufgeben soll.

Von Michel Houellebecq

Die Nachrichten vermischen sich wie Nadeln

In mein Gehirn geschüttet

Von der blinden Hand des Sprechers;

Ich habe Angst.

Seit acht Uhr nichts als Grausamkeiten

In meinem Apparat;

Sehr weit oben strahlt die Sonne.

 

Der Himmel ist leicht grün,

Wie Schwimmbadbeleuchtung;

Der Kaffee ist bitter,

Überall wird gemordet;

Der Himmel beleuchtet nur noch Ruinen.#

Und hier das Original für alle Frankophonen bzw. -philen

Les informations se mélangent comme des aiguilles

Versées dans ma cervelle

 Par la main aveugle du commentateur ;

 J´ai peur

Depuis huit heures, les déclarations cruelles

Se succèdent dans mon récepteur ;

Très haut, le soleil brille.

 

 Le ciel est légèrement vert,

 Comme un éclairage de pscine ;

Le café est amer,

 Partout on assassine ;

Le ciel n´éclaire plus que des ruines.

Aus: M. Houellebecq: „Wiedergeburt. Gedichte„. Französisch-Deutsche Ausgabe. Rowohlt Taschenbuch Verlag

(c) Aleksandra PawloffWeil ich heute nach gefühlten 12 Jahren das erste Mal wieder einen Text geschrieben habe (der vorangegangenen, unendlich verhassten und zu ungerechtfertigtem Abbruch prädestinierten  Hausarbeit sei Dank), trau ich mich, mich wieder als Autorin zu fühlen und poste mit gehöriger Verspätung ein paar Fotos von den Ernst Jandl Lyriktagen in Neuberg/Mürz.  (mehr unter dem Link)

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Dash Snow

(c) Dash SnowDer US-Künstler Dash Snow  (27) ist in einem New Yorker Hotelzimmer tot aufgefunden worden. Hier ein Link zu seiner beeindruckenden „Poloroids“-Serie.

Warnung: Teilweise „explicit content“, nicht am Büro-PC anschauen…

Interessante Kombination, die sich grad in meinem Hirn abspielt:

Max Frisch: „Homo Faber“

Konrad Paul Liessmann: „Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft“

Post Prüfung hier ein paar konservative, aber ernst gemeinte Buch-Tipps:

Wolfgang Borchert: „Draußen vor der Tür“

Uwe Johnson: „Das dritte Buch über Achim“

Thomas Brussig: „Helden wie wir“

Thomas Bernhard: „Der Untergeher“ (irgendwie zu meiner Lieblings-Bernhard-Prosa avanciert)

Rolf Hochhut: „Der Stellvertreter“

Und jetzt ist privates Lesen angesagt, Tipps können, müssen aber nicht folgen.

WILLKOMMEN…

... auf dieser website, die ein versuch ist, weg von der schlichten präsentation einer schriftstellerischen arbeit zu gehen, um dem alltag ein wenig mehr platz zu geben. wirklich informative links gibt’s in der titelleiste dieser seite …

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