In den aktuellen „Lichtungen“ findet sich meine neue Prosa.
| LAUT LAUTER LYRIK |
| Erich Fried Tage 2009 im Literaturhaus Wien Seidengasse 13, A-1070 Wien 26. bis 29. November 2009 |
27.11., 19 Uhr
Stimmenkonzert: Poetinnennacht
Moderation: Beatrice von Matt (Kulturpublizistin)
Mit: Elfriede Czurda, Maja Haderlap, Sonja Harter, Friederike Mayröcker, Judith Pfeifer und Angelika Reitzer
1.) Im Rahmen des Projekts „TextBild Mixx“ des steirischen herbsts wurde vor einigen Tagen mein Beitrag auf einer LED-Wand präsentiert… das ist er.
2.) Im Kunsthaus Graz läuft derzeit die Ausstellung „Warhol Wool Newman. Painting Real„. Hier wurden diverse Künstler und Kulturschaffende um persönliche Kommentare zu einzelnen Bildern gebeten, die jetzt auf dem Audio-Guide zu hören sind.
Hier ist meine spontane Wortspende zu Christopher Wools „Untitled, 1990″.
AUDIO: Sonja Harter on \“RunDogRunDogRun\“
Die Liste mit allen Wortspenden gibt’s hier
Meinen Beitrag gibt’s am 13. 10. in Niklasdorf
„In der Vielschichtigkeit des öffentlichen Raumes nimmt der Text eine besondere Stellung ein – und ist doch zugleich in all den dichten visuellen Überlagerungen oft kaum wahrnehmbar. Das Projekt „TextBild MMIX“ befreit ihn aus den unterschiedlichen Kontexten, isoliert ihn und verhilft ihm so zu eigener Wirkung: Als Leuchtschrift taucht ein Satz an nur einem Tag, in nur einem Ort der Steiermark auf – dann ist der Klein-Lkw, Vehikel des ungewohnten Textes, der synonym steht für das Fremdsein als gesellschaftlicher Störfaktor, wieder verschwunden. So schreiben steirische Künstler und Literaten ihren jeweiligen Text in die unterschiedlichen Ortsbilder ein und streben eine radikale Konzentration an. Ihr Gegenstand ist dabei strikt die Gegenwart, das Hier und Jetzt: MMIX steht als römische Ziffer für das Jahr 2009.“
Infos unter: http://www.steirischerherbst.at/2009/deutsch/kalender/kalender.php?eid=21
Sonja Harter präsentiert Candy
Ein Filmabend in der Reihe my own private cinema
- 22.09.2009
Die Schriftstellerin Sonja Harter präsentiert den Film Candy (mit Heath Ledger), der auf dem gleichnamigen Roman des Australiers Luke Davies basiert: Ein sensibler Poet verliebt sich in zwei Sorten Candy – in eine junge Kunststudentin gleichen Namens und in Heroin. Angezogen vom Lebensstil des Bohemiens, begibt sich Candy in die Arme von Dan und auch in die Drogensucht – die Geschichte des Verfalls einer großen Liebe beginnt.

Über drei Kapitel – Himmel, Erde und Hölle – verfolgt der Film die Paarbeziehung, die zwischen Zuständen der Ekstase, Vergessenheit, Selbstzerstörung und Verzweiflung schwankt. Bis zum kleinsten Detail werden die Begleiterscheinungen der Sucht nachgezeichnet – vom Gebrauch der Injektionsnadel bis zur abenteuerlichen Jagd nach dem Stoff. Die Eltern der Junkies tolerieren die Umstände schweigend, während die beiden Junkies ihre Probleme leugnen und sich ihre eigene Lebenswelt schaffen.
Drama, Australien, 2006, Regie: Neil Armfield, ca. 105 min, Englisch mit deutschen Untertiteln
Sonja Harter
Geboren 1983 in Graz, lebt heute in Wien. Seit 2001 veröffentlicht sie in Literaturzeitschriften (u.a. Manuskripte, Lichtungen, kolik), Anthologien (u.a. Jahrbuch der Lyrik, S. Fischer; Lyrik von JETZT zwei, Berlin Verlag; Stimmenfang, Residenz) und im ORF Radio. 2005 erschien der Gedichtband barfuß richtung festland, 2008 folgte einstichspuren, himmel. (beide Leykam).
Preise und Stipendien: Literaturförderungspreis der Stadt Graz 2003, Literaturstipendium der Stadt Graz 2005, Frauen.Kunst.Preis 2006. Sonja Harter arbeitet als Kulturredakteurin bei der APA – Austria Presse Agentur.
my own private cinema
…ist eine außergewöhnliche Filmreihe: Regelmäßig lädt das Kunsthaus Graz eine Person mit Leidenschaft und Begeisterungsfähigkeit für das Medium Film ein, ihren persönlichen Lieblingsstreifen vorzustellen. Dem Publikum wird dabei aus jeweils ganz persönlicher Sicht die Wahrnehmung von Kino vermittelt. Dabei sollen unerwartete Verbindungen zwischen Gattungen, Themen, individuellen Interessen und Perspektiven entstehen. In Kooperation mit KIZ RoyalKino.
Eintritt frei!
- Kunsthaus Graz, Space 04
- Lendkai 1
- 8020 – Graz
- T +43 316/ 80 17 92 00
- info@kunsthausgraz.at
Für alle, die gestern nicht beim Frequency waren, hier eine wunderbare Aufnahme aus Japan 2008 (alle gleichzeitig abzuspielen ist übrigens auch nicht schlecht…)
Es passiert (mir) nicht oft, dass ich ein Gedicht finde, von dem ich gar nicht fassen kann, es gefunden zu haben, und nicht weiß, ob ich jubeln oder heulen oder aufgeben soll.
Von Michel Houellebecq
Die Nachrichten vermischen sich wie Nadeln
In mein Gehirn geschüttet
Von der blinden Hand des Sprechers;
Ich habe Angst.
Seit acht Uhr nichts als Grausamkeiten
In meinem Apparat;
Sehr weit oben strahlt die Sonne.
Der Himmel ist leicht grün,
Wie Schwimmbadbeleuchtung;
Der Kaffee ist bitter,
Überall wird gemordet;
Der Himmel beleuchtet nur noch Ruinen.#
Und hier das Original für alle Frankophonen bzw. -philen
Les informations se mélangent comme des aiguilles
Versées dans ma cervelle
Par la main aveugle du commentateur ;
J´ai peur
Depuis huit heures, les déclarations cruelles
Se succèdent dans mon récepteur ;
Très haut, le soleil brille.
Le ciel est légèrement vert,
Comme un éclairage de pscine ;
Le café est amer,
Partout on assassine ;
Le ciel n´éclaire plus que des ruines.
Aus: M. Houellebecq: „Wiedergeburt. Gedichte„. Französisch-Deutsche Ausgabe. Rowohlt Taschenbuch Verlag
Weil ich heute nach gefühlten 12 Jahren das erste Mal wieder einen Text geschrieben habe (der vorangegangenen, unendlich verhassten und zu ungerechtfertigtem Abbruch prädestinierten Hausarbeit sei Dank), trau ich mich, mich wieder als Autorin zu fühlen und poste mit gehöriger Verspätung ein paar Fotos von den Ernst Jandl Lyriktagen in Neuberg/Mürz. (mehr unter dem Link)

Der US-Künstler Dash Snow (27) ist in einem New Yorker Hotelzimmer tot aufgefunden worden. Hier ein Link zu seiner beeindruckenden „Poloroids“-Serie.
Warnung: Teilweise „explicit content“, nicht am Büro-PC anschauen…
